Oktober 27, 2021

Corona als Vorwand: Griechischer Staat verbietet Demonstration

Der 17. November steht für den Kampf gegen die Militärdiktatur in Griechenland 1967 bis 1974. An diesem Tag im Jahr 1973 schickte der Staat Panzer, um gegen den Aufstand an der Polytechnischen Universität Athen vorzugehen, der bereits einige Tage angedauert hatte. Deshalb findet jedes Jahr am 17. November eine Großdemonstration in Athen statt.

Dieses Jahr wurde die Demonstration durch die Regierung verboten. Angeblich gehe es darum, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Dass das ein Vorwand war, war offensichtlich, weil die Demonstration ein sehr gutes Sicherheitskonzept hatte. Es ging dem Staat darum, Widerstand gegen seine Politik zu verbieten. Gerade dieses Jahr ist das für den kapitalistischen griechischen Staat sinnvoll, weil er durch seine Politik immer mehr Menschen für die Profite der Großunternehmen in die Armut treibt.

Die revolutionären Organisationen ließen sich vom Verbot nicht einschüchtern und riefen trotzdem zur Demonstration auf. Obwohl offensichtlich alle Demonstrant*innen Masken trugen und große Abstände untereinander einhielten, griff die Polizei die Demonstration mit Knüppel, Tränengas und Wasserwerfern an.

So wie der kapitalistische Staat 1973 mit Gewalt die Kraft der Bevölkerung unterdrücken wollte, will er es auch heute.

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