September 28, 2022

Neue Erkenntnisse zu Hanau – Polizei vernachlässigt Verfolgung des Täters

Es gibt neue Erkenntnisse hinsichtlich des rassistischen Attentats in Hanau, welcher sich am 19.02.2020 ereignete. Nach dem rechtsradikalen Terroranschlag blieben für die Angehörigen der Opfer noch viele Fragen offen. Im Laufe der Zeit werden immer mehr Details über die Terrornacht vor Hanau offenbart. Bezüglich der Behörden lässt sich ganz klar sagen, dass sie bei der Aufklärung versagten.

Aus einem Gutachten wird ersichtlich, dass die Polizei das Haus des Täters mindestens eine Stunde lang nicht ordnungsgemäß überwacht hat, sodass er mehr als eine Stunde lang die Möglichkeit hatte zu fliehen oder weiterzumorden. Hinzu kommt, dass das Gutachten aussagt, dass das SEK viel früher hätte eingreifen müssen. Hätte die Polizei damals zu diesem Zeitpunkt nicht die Notausgangstür am Tatort Arena Bar verschlossen, so hätten zwei der Opfer überleben können.
Das neue Gutachten der Agentur ist Teil der Ausstellung „Three Doors“ im Frankfurter Kunstverein. Die Ausstellung beinhaltet nicht nur Erkenntnisse zum Polizeiversagen in der Tatnacht, sondern auch die Kämpfe der Angehörigen und Betroffenen der letzten zwei Jahre.

28 Monate im Gedenken an:
 
Ferhat Unvar
Said Nesar Hashemi
Hamza Kurtovic
Vili Viorel Päun
Mercedes Kierpacz
Kaloyan Velkov
Fatih Saraçoglu
Sedat Gürbüz
Gökhan Gültekin

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