Juli 18, 2024

Proteste in Jordanien

Nicht nur in Deutschland oder Europa leiden die Menschen unter den steigenden Lebenskosten. In vielen Teilen der Welt macht sich der Preisanstieg wesentlich stärker bemerkbar, so auch in Jordanien. Hier führten hohe Benzinpreise und Lebenshaltungskosten zu massiven Protesten. In Ma’an, einer Region im Süden des Landes, wurde ein Polizist bei Protesten getötet. 44 Demonstranten sollen festgenommen worden sein.

König Abdullah, der das Land weiter regiert, verurteilte die Ausschreitungen. Die Proteste hatten sich vor allem im Süden des Landes ausgebreitet, nachdem LKW-Fahrer gestreikt und gegen die erhöhten Benzinpreise protestiert hatten. Diese seien das Ergebnis internationaler Marktentwicklungen, so die Regierung. Die Regierung kündigte nach den zuletzt gewaltvollen Ausschreitungen härtere Maßnahmen an.

In einigen Regionen wurde das Internet abgestellt sowie die soziale Plattform TikTok gesperrt. Auch die Demonstrant:innen kündigten weitere Proteste an und veranstalteten eine Sitzblockade vor der Hauptmoschee in Amman, der Hauptstadt des Landes. In Ma’an selber haben die LKW-Fahrer ihren 17-tägigen Streik nach Verhandlungen mit der Regierung beendet. Autobahnen sollten wieder geräumt und die Arbeit aufgenommen werden. In anderen Teilen des Landes soll wiederum weiter gestreikt werden.