April 10, 2021

Zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels

„Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“

Mit diesem Zitat endet das Vorwort des neben der Bibel meist gelesenen Werkes der Welt: Das Manifest der kommunistischen Partei. Einer seiner Autoren hat heute Geburtstag: Friedrich Engels.

Er war der Sohn eines Unternehmers, doch er widmete sein Leben dem Kampf für die Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung. Der Wuppertaler Revolutionär Friedrich Engels wurde heute vor 200. Jahren geboren.

Zusammen mit seinem Freund und Genossen Karl Marx verfasste er zahlreiche Schriften, worin sie eine wissenschaftliche Methode entwickelten, um Geschichte zu verstehen und den Kapitalismus zu analysieren. Aber sie gingen auch über Kapitalismuskritik hinaus und zeigten, dass die Arbeiter*innenklasse die Kraft hat, sich vom Kapitalismus zu befreien und eine sozialistische Gesellschaft aufzubauen.

Doch Marx und Engels waren nicht einfach Philosophen, wie sie heute von kapitalistischen Autoren und Medien dargestellt werden, um ihre Bedeutung und ihren Kampf runterzuspielen. Sie trugen auch zum Aufbau der internationalen Arbeiter*innenbewegung bei. Ihr weltweit bekannter Text „Das Manifest der Kommunistischen Partei“ ist als eine Art Info-Broschüre in diesem Zusammenhang entstanden. Engels leistete außerdem mit seinem Werk „Der Ursprung der Familie, des Privateigentum und des Staates“ einen wichtigen Beitrag zur Analyse der Frauenunterdrückung, auf dem weitere sozialistische Denker*innen aufbauten (z.B. August Bebel oder Clara Zetkin).

Das Werk von Engels und Marx ist so aktuell wie auch in ihrer Zeit. Heute besitzen die acht reichsten Menschen der Welt mittlerweile so viel wie die Hälfte der Weltbevölkerung, während 690 Millionen Menschen unter Hunger leiden. Die kapitalistische Wirtschaft treibt den Planeten in eine tödliche Klimakrise, erzeugt Kriege und braucht die Unterdrückung der Völker.

Es ist wichtig, diese Aktualität klarzustellen und den Kampf für eine andere Welt voranzutreiben.

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