April 10, 2021

Die Militarisierung nimmt zu

Während Pflegekräfte unter prekären Bedingungen ihr Leben aufs Spiel setzen, beschloss die Bundesregierung vor wenigen Tagen eine Corona-Sonderzahlung in Höhe von bis zu 600 Euro für Soldat*innen zu bewilligen. Hiermit wird Geld für die Militarisierung ausgegeben, statt in die Bewältigung der Corona-Pandemie zu investieren.
 
Zwischen den Jahren 2005 bis 2019 stieg die Zahl der Rüstungsausgaben der Bundesregierung auf 51,19 Milliarden US-Dollar. Diese Gelder werden woanders dringender benötigt, wie zum Beispiel für Obdachlose, hungernde Menschen oder auch für Forschungen und Bildung.
 
Um einen Job bei der Bundeswehr insbesondere für junge Menschen wieder attraktiver zu gestalten, wurden in den letzten Jahren vermehrt manipulative Werbestrategien eingesetzt, bei denen Millionen an Steuergeldern geflossen sind. Hierbei geht es in erster Linie um die Interessen der imperialen Mächte, denn Ziel ist es letzten Endes, dass die jungen Menschen ihr Leben für den Staat riskieren.
 
Außerdem nutzt die Bundeswehr auch andere Strategien um mehr Menschen für sich zu gewinnen. Beispiele dafür sind kostenlose Bahnfahrten, Steuervorteile, geringere Abgaben bei Sozialversicherungen, günstigere Preise bei Freizeitbeschäftigungen u.v.m.
 
Zur selben Zeit gibt es einen enormen Personalmangel in relevanteren Bereichen wie der Gesundheit, der Pflege und der Erziehung. Aufgrund der schlechten Bezahlungen und der schlechten Arbeitsbedingungen, sehen sich immer mehr Arbeiter*innen gezwungen, auf die Straße zu gehen und für bessere Bedingungen zu streiken.
 
Die Außenpolitik der BRD deutet zeitgleich an, dass in Zukunft noch mehr Staatsausgaben in die Militarisierung gesteckt werden sollen.
 
“Jubel über militärische Schauspiele ist eine Reklame für den nächsten Krieg.”
 

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