Juli 14, 2024

Deutschland stoppt Nothilfe für UNRWA in Palästina

Nach angeblichen Vorwürfen und Spekulationen über Mitarbeiter der UNRWA (united nations relief and works agency für palestine refugees in the near east) stoppte Deutschland umgehend seine Gelder für das UN-Hilfswerk. Das UN-Hilfswerk unterstützt palästinensische Geflüchtete im Gazastreifen, im Westjordanland (einschließlich Ost-Jerusalem), in Jordanien, im Libanon und in Syrien.

Der Generalkommissar des UNRWA handelte nach diesen Vorwürfen umgehend und beendete die Anstellung dieser Mitarbeiter im Interesse des Hilfswerks unverzüglich. Zudem wurde das UN-Büro für interne Aufsichtsdienste in New York damit beauftragt eine Untersuchung einzuleiten. Trotz der sofortigen Reaktion der UNRWA auf diese Anschuldigungen, wird der deutsche Staat keine Hilfen mehr leisten. Mit unbestätigten Informationen vom zionistischen Staat Israel begnügt sich nun auch die deutsche Presse.

Jedoch droht sich die massive humanitäre Notlage von über 2 Millionen Menschen in Gaza zu verschärfen, nachdem insgesamt 16 Geberländer beschlossen haben, die finanzielle Unterstützung für das UNRWA einzustellen- darunter auch die USA. Dies bedeutet für das Hilfswerk einen Verlust von 440 Millionen US-Doller. Diese Menschen – die überwiegende Mehrheit Frauen und Kinder – sind auf das UNRWA angewiesen, um zu überleben. Das Hilfswerk muss sich um überfüllte Unterkünfte kümmern, Nahrungsmittelhilfen und medizinische Grundversorgung sichern. Im Norden droht nach Angaben der UNRWA eine Hungersnot und Thomas White, Direktor des UNRWA in Gaza und stellvertretender UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in den besetzten palästinensischen Gebieten, erklärt: „Das UNRWA hat Berichte erhalten, wonach die Menschen Vogelfutter mahlen, um Mehl herzustellen. Wir versuchen weiterhin, uns mit der israelischen Armee abzustimmen, um in den Norden fahren zu können, aber das wurde uns weitgehend verweigert. Wenn unsere Konvois endlich die Erlaubnis erhalten, in das Gebiet zu fahren, stürzen sich die Menschen auf die Lastwagen, um Lebensmittel zu bekommen, und essen sie oft an Ort und Stelle“.

Und auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres zeigte sich schockiert über diese Entscheidung. Er forderte die sofortige Wiederaufnahme der Gelder an die Organisation. UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini erklärte ebenfalls: „Ich schließe mich der Forderung des UN-Generalsekretärs Antonio Guterres an, die Finanzierung des UNRWA wieder aufzunehmen. Wenn die Finanzierung weiterhin ausgesetzt bleibt, werden wir höchstwahrscheinlich gezwungen sein, unsere Arbeit nicht nur im Gazastreifen, sondern auch in der gesamten Region bis Ende Februar einzustellen.“

Es wird von „unbestätigten“ Informationen gesprochen, woraufhin eine lebensnotwendige Hilfe für diese Menschen sofort gestoppt wird. Auch die getroffenen Maßnahmen der Organisation selbst werden nicht gewürdigt. Dies kann demnach nur eine gezielte und bewusste Entscheidung des deutschen Staates sein diesen Genozid am palästinischen Volk zu unterstützen.