Juli 18, 2024

Streiks in Solidarität mit dem palästinensischen Volk – Von Genua und Brüssel bis nach Washington

Weltweit solidarisieren sich Arbeiter:innen mit dem palästinensischen Volk angesichts des Ausmaßes der Unterdrückung. Belgische Luftfahrtgewerkschaften hatten bereits letzte Woche einen Waffenstillstand gefordert und die Unterbindung von Lieferungen an den Flughäfen gefordert.

In Genua in Italien haben die Hafenarbeiter:innen erklärt, dass sie Schiffe, die Waffen Richtung Israel liefern sollen, blockieren würden. Ihr Aufruf wurde dabei von verschiedenen Gewerkschaften unterstützt. Sie verwiesen auf ähnliche Erklärungen von Hafenarbeiter:innen in Barcelona.

Nachdem in den USA bereits in Kalifornien Schiffe mit potenziellen Waffenlieferungen Richtung Israel am Auslaufen gehindert wurden, passierte dasselbe in Tacoma, Washington. Aktivist:innen aus der arabischen und der indigenen Community und andere solidarische Menschen blockierten das Schiff zu Wasser und zu Land am Auslaufen. Erst mit Verspätung konnte das Schiff durch das Eingreifen der Polizei schließlich den Hafen verlassen.

Angesichts der katastrophalen Lage in Palästina und der immer aggressiveren Vernichtungspolitik des israelischen Staates gegenüber dem palästinensischen Volk steigt die Bedeutung und Notwendigkeit der internationalen Solidarität um ein Vielfaches. Die Arbeiter:innenklasse nimmt dabei eine besondere Rolle ein, denn sie ist die Kraft, ohne die das kapitalistische System nicht funktionieren kann. Somit hat ihr Handeln Auswirkungen in weltweitem Ausmaß und kann zu einem starken und wichtigen Hindernis für die Politik im Nahen Osten werden.