Juli 17, 2024

Cutro – Die Schande Europas

Heute jährt sich das in die Geschichte eingegangene sogenannte „Strage di Cutro“. Das Schiffsunglück von Cutro ging in die Geschichte ein und fand an der Südostküste Italiens statt. 94 Menschen kamen damals ums Leben. Sowohl der europäischen Grenzagentur Frontex, der italienischen Küstenwache sowie der Politik werden für ihre unmenschliche Grenzpolitik Vorwürfe gemacht. Heute steht fest, dass die Katastrophe hätte verhindert werden können.

Angeklagt sind bisher nur die sogenannten Boatdriver. Diese sind meist selber Geflüchtete, die die Überfahrt nicht zahlen können und daher akzeptieren das Boot zu führen. Sie werden nun als Schlepper verurteilt und kriminalisiert.

Der italienische Innenminister Matteo Piantedosi kommentierte den Tod der vielen Kinder an Bord mit den Worten: „Die Verzweiflung rechtfertigt es nicht, seine Kinder auf einer solchen Reise in Gefahr zu bringen.“

Die Opfer wurden als „KR70M6“ und Ähnliches bezeichnet. Ihre Identität wurde meist nicht herausgefunden und staatlich geföderte Projekte gibt es dazu nicht. Viele Verwandte und Freund:innen warten weiterhin vergebens auf eine Nachricht über das Verbleiben ihrer Liebsten.