August 3, 2021

Der internationale Frauenkampftag

Die Idee eines Kampftages für das Frauenwahlrecht kam erstmals im Jahr 1908 durch die Sozialistische Partei Amerikas auf. 1910 schlug die Sozialistin Clara Zetkin folglich den internationalen Frauen*tag vor. Ausgerufen und somit verwirklicht wurde er 1921 von Revolutionären wie Alexandra Kollontaj und Lenin. Im Nationalsozialistischen Deutschland wurde dieser Tag zwischen 1933 und 1945 verboten. Nach dem Krieg wurde er in der DDR wieder eingeführt – in der Bundesrepublik geschah dies erst in den 60er Jahren durch den Druck der wachsenden Friedensbewegung.

Gleiche Arbeit – weniger Lohn

Frauen* bekommen in Deutschland durchschnittlich 21% weniger Lohn als Männer. Dabei zeigen Statistiken, dass Frauen* im Haushalt, in der Kindererziehung und in der Pflege von Angehörigen doppelt so viel unbezahlte Arbeit leisten wie Männer – ein Grund weshalb sie es in der Karriere schwieriger haben, von Männern abhängig sind und wesentlich öfter von Armut betroffen sind, wie es die neusten Oxfam Studien zeigen. Auch wenn man berücksichtigt, dass sie öfter in schlechter bezahlten Jobs oder in Teilzeit arbeiten, liegt der Unterschied bei etwa 6%. Bei einem Lohn von 3.500€ sind es mit diesem Lohnunterschied 210€ weniger im Monat. Im Laufe eines Lebens mit 45 Arbeitsjahren fehlen 113.400€ – Geld, was auch in der Rente fehlt. 

Die Gewalt an Frauen* steigt

Im Jahr 2019 gab es 111 Morde und 192 Mordversuche an Frauen* von ihrem (Ex-) Partner getötet worden – an jedem dritten Tag gab es ein Todesopfer, größtenteils deutsche Staatsbürger. Gleichzeitig ist jede dritte Frau* in Deutschland schon mind. einmal Opfer von Partnerschaftsgewalt geworden – das Problem ist allgegenwärtig. Gerade durch Corona und den damit verbundenen Lockdowns wurde dieses Problem verstärkt. Während mehr Frauen* der häuslichen Gewalt ausgesetzt waren, blieben die sogenannten Frauen*häuser geschlossen oder konnten aufgrund mangelnder  Betten keine weiteren Betroffenen aufnehmen. Mit 81,3% sind Frauen* viel häufiger von häuslicher Gewalt betroffen als Männer.

Gemeinsam statt gegeneinander

Niedriglöhne, Gewalt an Frauen*, Diskriminierung usw. sind nicht dem männlichen Geschlecht an sich zuzuschreiben – sie haben ihren Ursprung im patriarchalen System, welches vor allem durch den Kapitalismus aufrechterhalten wird. Die Gleichstellung der Frau setzt eine klassenlose Gesellschaft voraus .

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