Juli 14, 2024

Die Solidarität der Arbeiter:innenklasse hat gewonnen

Tekin Malci wurde am 17. April willkürlich von der Chefetage der Gate Gourmet am Frankfurter Flughafen suspendiert. Seitdem konnte er seine Arbeit als kämpferischer Betriebsrat und Arbeiter nicht fortführen. Nun konnte er, nach unzähligen gerichtlichen Entscheidungen, wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. Eine Arbeitskollegin konnte in ihren eigenen Worten über den Sieg der Solidarität berichten: 
 
„Wir haben gewonnen, die Arbeiter:innenklasse hat gewonnen, die Solidarität hat gewonnen. Am wichtigsten ist, dass wir sagen können: wir haben die Kraft erlangt, organisiert zu kämpfen. Wir warteten auf unseren kämpferischen Kollegen Tekin, machten uns aber andererseits auch Sorgen. Konnte Tekin, unser Arbeitnehmervertreter, der zu Unrecht vom Arbeitsplatz suspendiert wurde, heute wirklich seinen Arbeitsplatz betreten?
 
Als die Polizei am 17. April kam, um Tekin abzuholen, legten die Kolleg:innen ihre Arbeit nieder und zeigten ihren Kampfgeist. Die selbstbewussten Chefs hatten nicht mit einer so großen Unterstützung gerechnet. Ich sage immer, dass wir über eine organisierte Macht verfügen, die nicht unterschätzt werden sollte. Der heutige Erfolg war dank dieser Kraft möglich. Seit dem Verkauf der LSG, wurde insbesondere von Bir-Kar (Die Plattform für die Einheit der Arbeiter:innen und Freundschaft der Völker) bei organisierten Veranstaltungen betont und erklärt, wie wichtig es ist eine organisierte Basis zu schaffen. Der Prozess, der mit der ungerechtfertigten Suspendierung unseres kämpferischen Arbeiterskollegen Tekin begann, war ziemlich niederschmetternd. Die Plattform Bir-Kar, die vom ersten Tag an in diesen Prozess involviert war, ließ uns jedoch die Kraft und Bedeutung der Solidarität spüren.
 
Unser Kollege Tekin war nicht allein. Es hieß: „Wir sind alle Tekin, Tekin ist jeder von uns“. Mit großem Kampfgeist wollten wir, dass unser kämpferischer Arbeitskollege an den Arbeitsplatz zurückkehrt. Um diese Nachfrage aufrechtzuerhalten, organisierten wir unter der Leitung von Bir-Kar ein bis zwei Veranstaltungen pro Monat. Wir standen in ständigem Kontakt mit Tekin, indem wir uns in regelmäßigen Treffen und Veranstaltungen über die aktuelle Arbeitssituation austauschten.
 
Einerseits erkannten wir die Macht des Arbeitskampfes und sahen die ehrenhafte Haltung unseres kämpferischen Kollegen Tekin, andererseits die Macht des Geldes und die endlosen schmutzige Tricks der Chefetagen. Gegen dieses Unrecht, welches unserem Freund widerfahren ist, haben wir uns vor Gericht stark beteiligt. Auch das Solidaritätskomitee unter der Führung von Bir-Kar war an unserer Seite. Und Tekin gewann erneut den Prozess.
 
Der Gewinner heute war die organisierte Macht von uns Arbeiter:innen. Dies war nur der Anfang am Frankfurter Flughafen. Ich beschreibe diesen Prozess als „Wir haben eine Revolution in uns selbst gemacht“ und ich sehe das auch so. Die Arbeiter:innenklasse hat keine andere Wahl, als eine organisierte Kraft zu werden!
 
Es lebe die Einheit der Arbeiter, die Freundschaft der Völker!“