Juli 18, 2024

Kanada- Standing Ovation für SS Kämpfer

Die Frage inwieweit man eine Kriegspartei unterstützen will, stellt sich ohnehin aktuell schon im Verlauf des Krieges in der Ukraine. Russische Kriegsverbrechen werden fast täglich angeprangert, wohingegen ukrainische Kriegsverbrechen kaum erwähnt werden. Der Angriff Russlands auf die Ukraine ist ohne Zweifel zu verurteilen. Wie weit aber die blinde Unterstützung der Ukraine durch den Westen geht, hat sich nun in Kanada gezeigt. Jaroslaw Hunka, Kämpfer der SS im zweiten Weltkrieg, wurde mit Standing Ovations und mit den Worte des inzwischen zurückgetretenen Parlamentssprechers Anthony Rota als „kanadischer und ukrainischer Kriegsheld gefeiert. Das Ganze passierte in Anwesenheit des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Hunka kämpfte für die Erste Ukrainische Division, auch bekannt als 14. Waffen-Grenadier-Division der SS, welche für den Massenmord an unschuldigen Zivilist:innen mit einer besonderen Brutalität und Bosheit verantwortlich war.

Es ist bereits bekannt, dass viele rechte Organisationen und Parteien in der Ukraine großen Einfluss auf die ukrainische Politik haben. Anhand des Asow-Regiments, der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) oder der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) konnte man das bereits in der Vergangenheit beobachten. Auch durch die deutschen Medien wurden Kämpfer des rechten Asow-Regiments geehrt. Dass bspw. die OUN und die UPA im zweiten Weltkrieg für die Kooperation mit den NS-Soldaten bekannt war, scheint wohl kein Grund für eine differenzierte Ansicht zu sein. 

Es gibt weiterhin Straßen und Einrichtungen, welche nach Faschisten benannt wurden und das mit der Begründung man wolle „das nationale Gedächtnis“ bewahren. Nun werden diese Organisationen als Teil der ukrainischen Befreiungsbewegung dargestellt, wobei sie ebenfalls verantwortlich für die Ermordung und Vernichtung von unschuldigen Menschen waren.