Juli 17, 2024

Muhiddin Fidan – Abschiebung direkt in den türkischen Knast

Seit 27 Jahren lebt Muhiddin Fidan in Deutschland. Der 40-Jährige ist Familienvater, lebt in Naumburg und ist dort im Gesellschaftszentrum Kurdistan Kassel aktiv. Seitdem seine  Aufenthaltsgenehmigung 2021 nicht verlängert worden war,  lebt die Familie in Sorge. Die Kinder gehen zur Schule, unwissend, ob ihr Vater am nächsten Tag noch in Deutschland sein wird. Sein Engagement im Gesellschaftszentrum Kurdistan Kassel soll auch der Grund für seine Abschiebung sein. Ihm wird die Nähe zum Terrorismus nachgesagt und er wird als Gefährder eingestuft. Daher soll er nun in die Türkei abgeschoben werden, wo der 40-Jährige direkt im Gefängnis landen würde und ihm Folter droht. Er soll in Abschiebehaft in Darmstadt nun einen Hungerstreik begonnen haben. 

Zuletzt hatten 200 Menschen in Kassel eine Kundgebung für die Freiheit des Kurden veranstaltet. Dabei wurde unterstrichen, dass bei einer drohenden Abschiebung davon auszugehen sei, dass Fidan das türkische Gefängnis nicht mehr lebend verlassen würde. Seine Ehefrau unterstrich außerdem die Suizidgefahr, welche bestehe. Bereits unmittelbar nach seiner Festnahme bei einer Verkehrskontrolle hatten sich Angehörige und Unterstützer vor dem Polizeipräsidium in Kassel getroffen, um gegen die Maßnahmen zu protestieren.