Juli 18, 2024

Überfüllte Gefängnisse- Personal geht in den Streik

Am 14.03. tritt das Personal in Belgiens Gefängnissen in einen 24-stündigen Streik. Sie fordern direkte Maßnahmen gegen die Überfüllung und den Personalmangel innerhalb der Gefängnisse, da es dadurch zu großen Schwierigkeiten zwischen Gefangenen und dem Personal kommt. Einer der Arbeiter betont: „Auf 80 Gefangene kommen bei uns nur zwei Wächter.“ Es werden Gefängnisse für eine bestimmte Anzahl von Häftlingen gebaut, wobei jedoch viel mehr inhaftiert werden.

Schon im Januar und Februar wurden hierzu Proteste geführt, welche jedoch zu keinen Erfolgen führten. Im Vorjahr ging das Personal sogar für 2 Monate in den Streik. Auch in den letzten Wochen weigerten sich insgesamt 10 Gefängnisse neue Häftlinge aufzunehmen, denn die Lage dort wird immer schlimmer. Auch der europäische Gerichtshof verurteilte Belgien für diese unmenschlichen Bedingungen, da es die Menschenwürde der Häftlinge verletzen würde.

Die Anti-Folter-Kommission veröffentlichte zudem einen Bericht darüber, dass Belgien die Häftlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen gefangen hält. Es sitzen insgesamt über 13.000 Menschen in Haft, obwohl es nur knapp über 10.000 Plätze zur Verfügung gibt. Die belgische Regierung versprach bereits 2014 Verbesserung der Lage, jedoch geschah bisher nichts.